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Teil 1

Dorfstraße 6

                                                                        Der Kirchspielskrug Kruse um die Jahrhundertwende

 

Besitzer waren Jakob Kruse, davor Klindt, Theodor Dreeßen, Peter Maack, Huwald. Es ist eine uralte Gastwirtschaft.

Und es war die vornehmste Gastwirtschaft in Hemme. Hier fanden sogar Konzerte statt, einmal von einer Prager Kapelle. Später hatte hier auch der Gesangverein sein Stammlokal. Das Haus besaß einen historischen Wert. Vor der Gastwirtschaft stand eine mächtige Linde, welche wegen ihres gewaltigen Umfanges auffiel. Unter der Linde befand sich ein großer Stein (Felsen), welcher als Sitzgelegenheit benutzt wurde. Das Ganze ähnelte einem Gewese im östlichen Holstein, einer Klause, wo man Dichter und Poeten, wie man sie in illustrierten Zeitungen geschildert, sehen kann.

Nach Jacob Kruse übernahm Sohn Erich die Gastwirtschaft, die er mit seiner "Trudel" Gertrud führte. Zur Gastwirtschaft gehörte eine Hengststation und eine kleine Landwirtschaft mit Kühen und Schweinen. Die Ära dieser Gastwirtschaft endete mit dem Tode von Gertrud Kruse 1993. So mancher Hemmer wird sich gerne und mit Wehmut an die vielen schönen Stunden erinnern, die er hier verbringen konnte.  Und somit "starb" wieder ein Stück von Alt-Hemme.

Die Durchfahrt wurde noch zu Lebzeiten von Gertrud und Erich Kruse abgerissen. Das Haus ging nach Gertruds  Tod  in Privathände über.

Dorfstraße 11

Das alte Pastorat (Rückansicht)

Das alte Pastorat hatte bis dato, solange die Kirche an ihrem jetzigen Ort steht, an der Stelle gestanden, wo jetzt der Neubau steht. Obwohl es unter Denkmalschutz stand, mußte es kurz nach Einführung von Pastor Wiemann einem Neubau Platz machen. Ende der 50er Jahre.

 

 

  Dorfstraße 15/17

      

Das Predigerwitwenhaus

Es war ein altehrwürdiges Haus, das Predigerwitwenhaus oder auch die alte Schrieweri (alte Schreiberei) genannt. Es wurde angenommen, daß die Entstehung dieses Hauses in die Zeit der Dithmarscher Freiheit zurückreicht. Auf der Rückseite (rechts von der Tür, re. Bild) war früher eine Herberge, bestehend aus einem Zimmer mit zwei Betten. Übernachtende wurden vorher auf Läuse untersucht. Traf dies zu, mußten sie auf dem Boden im  Stroh übernachten. Das Zimmer links neben der Tür war damals vergittert und diente als Gefängnis. Das Haus wurde Mitte der 30er Jahre abgerissen und durch ein neues ersetzt.

In den 60er Jahren bekam die linke Seite des Hauses noch einen Vorbau. Auf der linken Seite wohnten Ernst und Gretschen Ehlers und rechts der Besitzer, Otto Witt mit Ehefrau Meta. Jetzt, im Jahre 2003/2004, ist der neue Besitzer, ein junger Pole, dabei, das Haus und auch das Grundstück neu zu gestalten. Ein neuer, wunderschön verzinkter Zaun, in schwarz gehalten, zeugt schon vom Umbruch. 2004 soll dann das Haus umgebaut werden, so daß das jetzige Gebäude dann auch schon zu Alt-Hemme gehören wird.

Dorfstraße 19

  

Haus Wesse

Das Haus neben der früheren Gastwirtschaft von Hans Krieger steht heute noch, allerdings in verändertem Aussehen. 1900 wurde auf dem Grundstück ein altes Haus abgerissen und ein neues, das auf den obigen Bildern abgebildete, errichtet. Auf der Hofstelle befand sich noch ein Stall, in dem Tiere gehalten wurden, eine Weide von zwei Morgen gehörte ebenfalls dazu. Der Stall wurde beim Kauf vom jetzigen Besitzer abgerissen.

 

Dorfstraße 21

"Zur Börse" Hans Krieger

Das Haus war um die Jahrhundertwende im Besitz von Paul Thießen und dann Hans Heuer. Das Haus hatte ursprünglich anders gestanden. Die Front zeigte zum Schulklind. Der damalige Besitzer, Böttcher, war Gastwirt und Weber. Das Gebäude brannte ab und den Neubau setzte man mit der Front zur Chaussee und war mit roten Dachziegeln gedeckt. 1898 brannte es im Besitz von Heuer nochmals ab. Heuer betrieb ebenfalls eine Gastwirtschaft und Hökerei. Das daneben liegende Haus Nr. 19 (jetzt Wesse) war damals noch ein Reetdachhaus, es wurde beim Brand geräumt und geriet trotz allem sehr in Mitleidenschaft, obwohl sich Feuerwehrleute auf dem Dach befanden und mit nassen Säcken versuchen, überfliegende Funken zu löschen.  Paul Thießen war Bauer gewesen und kam aus Süderdithmarschen. Er hat das Haus später an Hans Krieger verkauft. Hans Krieger war zuvor  Bahnhofsvorsteher in Hemme. Er wiederum übergab sein Geschäft später an seinen Sohn Hansi. Der wiederum überließ es seinem Sohn Heinz am 2. Januar 1975. Heinz Krieger betrieb aber keine Schankwirtschaft mehr, nur noch einen Lebensmittelladen, zuerst mit "Spar", dann mit "bona". Nach seiner Aufgabe 1995 wurde das Haus in private Hände verkauft.

 

                                                          

                                         Dorfstraße 6                                            Dorfstraße 11                                        Dorfstraße 15/17

 

                                                                           

                                                                       Dorfstraße 19                                          Dorfstraße 21

 

 

                              

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