Run

dgang

 durch  das alte

Hem

me

 

Teil 2

 

Einige Lehrer

an der

Dorfschule

Hemme

Meynerts

Osten

Woest

 

Die alte Hemmer Schule am Schulklind von 1807 (Aufnahme 1916)

 

Timm

Kruse

Dummann

 

Kugler

Weit zurück reicht die Schulgeschichte des Dorfes Hemme: 1608. Es waren hier zu-nächst die Kirchenbediensteten, womit in diesem Fall die Lehrer gemeint waren, die diesen Dienst ausübten.  Ein Rektor in Hemme erhielt, der damals zugleich Küster war, 80 Reichstaler an Gehalt. Außerdem waren 54 Scheffel Land zur Nutzung, zwei Fennen Gras auf der "gemeinen Weide" eingeplant.  In Heide erhielt ein Rektor nur ein Festgehalt, und zwar in Höhe von 62 Reichstalern. Weiter ausführlich darüber zu berichten, würde den Rahmen vom Rundgang sprengen. Daher auch hier nur kurze Erläuterungen. Das Schulgebäude auf dem oberen Bild wurde im Jahr 1807 erbaut, im gleichen Jahr, in dem das  alte Schulgebäude abgebrannt war. Wann genau der Schulbeginn aufgenommen wurde, ist nicht dokumentiert.

Die Dorfschule besaß zunächst nur einen Klassenraum, in dem der Rechenmeister zusammen mit seinem Substituten unterrichtete. Im Jahre 1820 beginnt dann die Chronik der Oberklasse der Hemmer Schule.

1844 wurde die zweite Klasse eingerichtet. Und 1848 hatte die Unterklasse 96 und die Oberklasse 93 Schüler.

Ende 1890 besaßen die Schulen Hemme und Zennhusen gemeinsam eine Sammlung von Lehrmitteln und einer Schülerbibliothek!

1900 gab es sogar getrennte Toiletten für Mädchen und Jungen.

Um den Kindern frühzeitig auf den Vorteil des Sparens hinzuweisen, wurde im Sommer 1903 eine gemeinsame Schulsparkasse für Hemme und Zennhusen eingerichtet.

Vom privaten Elektrizitätswerk in Hemme erhielten 1906 die beiden Lehrerwohnungen elektrischen Stromanschluß, und im Winterhalbjahr 1907 bekam auch der Raum für die Oberklasse elektrischen Anschluß, um Licht-bilder vorführen zu können.

In den Kriegsjahren des Ersten Weltkrieges fehlten in der Oberklasse bis zu 90 Prozent der Kinder, da diese unentbehrliche Helfer in der Landwirtschaft waren.

Die Schulsparkasse wurde wegen der rapide fortschreitenden Inflation Weihnachten   1922

Seitenansicht mit Stallgebäude

Hier befanden sich die Toiletten

 

Belebter Hemmer Schulhof vor dem Ersten Weltkrieg

Man beachte hier die "Schulkleidung"  der Mädchen

 

Einsam und allein steht hier die Hemmer Schule

Die Aufnahme müßte vor 1900 entstanden sein

aufgelöst. Das Guthaben der Sparer betrug 6816,29 Mark.

1923 kostete ein Lesebuch 9600 Mark. Da viele Eltern nicht mehr in der Lage waren, ihren Kindern die notwendigen Lehrmittel zu kaufen, stellte die Kirche jeder Schulklasse 50 000 Mark zum Ankauf von Schulbüchern zur Verfügung!

Die Kriegswinter 1939/40, 1940/41 und 1941/42 brachten sehr starken Frost und Glatteis mit viel Schnee, so daß wegen der Witterungsverhältnisse häufig 75 Prozent der Schüler fehlten. Der Ofen schaffte es einfach nicht, bei dem lange anhaltendem Oststurm den Klassenraum zu erwärmen. Die Tinte gefror in den Tintenfässern.

Im Mai 1945 bezog die Wehrmacht mit einer Zahnstation den Klassenraum. Später folgte noch eine Wehrmachtsfürsorgestelle und auch der zweite Klassenraum wurde zur Zahnstation für die vielen internierten deutschen Soldaten.

Im September 1945 erhielten die Kinder der Grundschule wieder Unterricht, nachdem die Wehrmacht die Klassenzimmer geräumt hatte.

55 Kinder wurden Ostern 1946 eingeschult, und im gleichen Jahr wurde wieder ein Kinderfest gefeiert. Im Dezember konnten 70 Prozent der Kinder an der Schulspeisung teilnehmen

Die Zahl der Schüler war im April 1948 sogar auf 256 gestiegen!

Und Ostern 1952 war die Schülerzahl auf 140 Kinder gesunken.

Wegen eines Nutzwertes von etwa zehn Prozent der Schule wurde die Neubauplanung für ein neues Schulgebäude vorangetrieben.

Den Bau einer neuen Schule am Sandweg beschloß die Gemeindevertretung im Juli 1955. Am 29. August 1955 begannen die Erdarbeiten. Richtfest war am 10. Dezember 1955 für die neue Schule und im Januar 1956 für das Lehrer-Wohnhaus.

Am 21. August 1956 konnte dann die Schule am Sandweg eingeweiht werden - damit war das Ende der Schule am "Klind" besiegelt.

 

Der heutige Klint

 

 

 

 

 

Auf dem Grundstück von Hinrichs

stand das alte Schulgebäude

Links war die Schule, geradeaus

steht noch das Haus von früher

 Die Kurve um die Schule -

auch dieses Haus stand damals

Hier nochmals die Kurve,

wo es auch zum Sportplatz ging

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